Freitag, 30. Juli 2010

Welcome to Israel

Der Geruch von überreifem Obst, Haushaltsmüll und heißem Asphalt steigt mir in die Nase. Es wird gehupt, gekeift, geschubst, sich umarmt, gepfiffen, gesungen, telefoniert, geraucht, gespuckt. Die Straßen sind verstopft mit Autos, mit Menschen. Mit den typisch arabischen Verkaufswägelchen aus Holz, deren Obst- oder Brottürme gefährlich schwanken und deren Besitzer sich ihren Weg durch die Menge erschreien.
Ich bin wieder hier, hier in diesem sonnigen, dreckigen, gastfreundlichen Irrenhaus, das sich das Heilige Land nennt.

Blick über die Jerusalemer Altstadt
Wessen Idee war das noch gleich? Ach ja, meine. Als hätte ich die Strapazen und den Stress, das Heimweh und dieses furchtbare Gefühl in der Magengegend vergessen, dass einem einerseits Hunger suggeriert, und gleichzeitig mit Erbrechen droht, sollte man es wagen etwas Essbares hineinzubefördern.

3 Kommentare:

  1. Ein sehr schöner Anfang für einen Blog! :-)

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  2. Der Geruch von überreifen Obst und Haushaltsmüll kommt mir irgendwie bekannt vor. Jetzt wo die gute Seele meines Haushalts die Welt bereist und orientalische Romantik genießt, bin ich mit all den Widrigkeiten des Lebens allein gelassen.

    Aber nicht mehr lange! In 30 min wird die Studenten-Residenz in der Römerstraße wieder von zwei unwiderstehlichen und durch und durch attraktiven Partypeople bewohnt. Es werden wilde Orgien und Saufgelage gefeiert, das Wohnzimmer zum Matrazenlager umfunktioniert um die ganzen Frauen zu beherbergen und eine schier unendliche Menge an schmutzigen Filme geguckt. Auf persönliche Körperhygiene muss dann in den nächsten zwei Monaten auch nicht mehr soviel Wert gelegt werden und die Unterwäsche kann man ja wenden und zweimal nutzen...ja, so sieht das wahre Leben von echten Männern aus!

    Ich werde dann mal duschen gehen und die Wäsche aus dem Trockner holen...:)

    Ich vermisse Dich meine kleine batiicha...:*

    Fäb

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  3. Fabian, und wenn es sonst nichts gäbe, worauf ich bin in Bonn freuen könnte: eure WG weckt in mir die größte Neugier, die ich mir vorstellen kann.

    Krissi, ich bin ja jetzt endlich zuhause und kann deinen Blog lesen. Der Anfang gefällt mir super! Man kann sich wunderbar in alles hineinversetzen! Wie bei Rafik Schami... :)

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